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Vino d´Oro N.1 2024 Bio

18,50 €Preis
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Vino d’Oro N.1 – Verdicchio 2024

Endlich wieder aufatmen.

Nach 2023 hatten wir für die nächste Weinlese eigentlich nur einen großen Wunsch: gesunde, schöne Trauben.

Das Jahr zuvor hatte uns einiges abverlangt. Regen, Falscher Mehltau und eine Ernte, von der am Ende erschreckend wenig übrig geblieben war. Aus 2,4 Hektar gerade einmal 880 Liter Wein. Solche Jahre vergisst man nicht so schnell.

2024 sah die Welt zum Glück wieder freundlicher aus.

Mitte September standen wir vor wunderbar reifen Verdicchio-Trauben. Und trotzdem machten wir keine Abstriche bei unserer Arbeit. Gut 60 Stunden waren wir mit der Lese und unserer sorgfältigen Handselektion beschäftigt. Jede Traube wurde geprüft, beschädigte oder ungeeignete Beeren aussortiert.

Wir lesen keine Trauben. Wir suchen sie aus.

Was danach in die Presse kam, war genau das, was wir uns nach dem schwierigen Vorjahr gewünscht hatten.

Und der Wein? Der hat uns mit seiner Frische überrascht.

Mit nur 12,5 % Alkohol ist unser Vino d’Oro N.1 2024 deutlich leichter als seine Vorgänger. Dabei bringt er alles mit, was wir an unserem Verdicchio lieben: Frucht, eine schöne Säure und genügend Substanz, um lange Freude daran zu haben.

Ein Jahrgang, der uns wieder aufatmen ließ. Und der gerade deshalb seine ganz eigene Geschichte erzählt.

So schmeckt der Jahrgang 2024

Schon seine frische, leuchtend gelbe Farbe macht neugierig.

In der Nase stehen die Zitrusaromen klar im Vordergrund. Besonders Limette und Grapefruit geben diesem Verdicchio seinen lebendigen, frischen Charakter.

Am Gaumen zeigt er sich saftig, mit einer präsenten, aber schön eingebundenen Säure. Sie verleiht ihm Spannung und Frische, ohne aufdringlich zu wirken.

Mit rund 2 g/l Restzucker ist er angenehm trocken. Seine 12,5 % Alkohol lassen ihn leichter und unbeschwerter erscheinen als die kräftigeren Jahrgänge zuvor.

Was uns besonders gefällt, ist das Zusammenspiel aus Zitrusfrucht, Frische und der Struktur, die er während seiner langen Reifezeit entwickeln durfte.

Ein Verdicchio, der Lust auf den nächsten Schluck macht. Und der zeigt, dass ein guter Wein nicht unbedingt viel Alkohol braucht.

Zwei Jahre Zeit. Und keinen Tag bereut.

Nach der Lese wurden die Trauben gerebelt, also von ihren Stielen getrennt, und anschließend besonders schonend gepresst.

Mit maximal 1,4 bar Druck nehmen wir uns dafür bewusst viel Zeit. Wir möchten möglichst schonend an den Saft gelangen, ohne unnötig viele Bitterstoffe aus Schalen und Kernen herauszulösen.

Der Most kam anschließend in den Edelstahltank, wo wir die Gärung mit geschmacksneutralen Biohefen einleiteten.

Danach durfte der Wein etwas tun, was in unserer schnelllebigen Welt nicht mehr selbstverständlich ist:

Er durfte sich Zeit nehmen.

Zwei Jahre blieb er auf seiner Vollhefe. Anschließend bekam er noch einige Monate auf der Feinhefe, um sich weiterzuentwickeln und auf natürliche Weise zu klären.

Zweimal durfte sich der Wein dabei ohne Filtration absetzen.

Wir haben ihn nicht durch einen Filter geschickt, um möglichst schnell einen blanken Wein zu erhalten. Wir haben gewartet und ihm die Gelegenheit gegeben, sich selbst zu klären.

Erst kurz vor der Abfüllung erhält er eine geringe Menge Schwefel zum Schutz.

So bleibt möglichst viel von dem erhalten, was die Trauben und die lange Reifezeit mitgebracht haben.

Warum eigentlich N.1?

Bei unseren Weinproben werden wir immer wieder gefragt, ob ein N.2 besser ist als ein N.1.

Nein, ganz und gar nicht.

Unsere Nummern sind keine Qualitätsstufen. Sie kennzeichnen unterschiedliche Wege der Weinbereitung.

Beim Vino d’Oro bedeutet N.1, dass wir die Trauben vor dem Pressen rebeln, also von den Stielen trennen.

Beim N.2 verwenden wir dagegen die Ganztraubenpressung. Dort kommen die Trauben mitsamt den Stielen in die Presse.

Zwei verschiedene Verfahren, die den Charakter des Weins beeinflussen können.

Welcher besser schmeckt? Das entscheidet am besten jeder selbst.

Wir finden beide spannend.

Was dieser Wein mit unserem Boden zu tun hat

Unsere Weinberge bewirtschaften wir seit Beginn biologisch und biodynamisch. Seit März 2022 sind unsere Weinberge Demeter-zertifiziert.

Dauerbegrünung, Kompost, Pflanzenkohle, Kräuter, Bäume und Sträucher gehören für uns genauso zum Weinbau wie die Reben selbst.

Mit Totholzhecken, Steinhaufen, Nistkästen und vielen weiteren kleinen Lebensräumen versuchen wir, möglichst vielen Tieren und Organismen ein Zuhause zu geben.

Warum dieser Aufwand?

Weil wir überzeugt sind, dass ein Weinberg langfristig nur so gesund sein kann wie der Boden und das Leben, das ihn umgibt.

Und weil wir nicht nur heute gute Trauben ernten möchten, sondern auch in vielen Jahren noch.

Gerade nach einem Jahr wie 2023 wird einem bewusst, dass sich die Natur nicht vollständig kontrollieren lässt.

Wir können aber versuchen, ihr die bestmöglichen Voraussetzungen zu geben.

Warum wir diesen Wein lieben

Vielleicht gerade wegen seiner Leichtigkeit.

Unsere früheren Vino-d’Oro-Jahrgänge waren teilweise deutlich alkoholreicher und kräftiger. Der 2024er zeigt eine andere Seite des Verdicchio.

Frischer. Zitrischer. Mit einer schönen Säure und trotzdem genügend Körper.

Er muss nicht so schmecken wie der 2021er oder der 2023er.

Das soll er auch gar nicht.

Wir möchten schließlich keine Jahrgänge kopieren, sondern zeigen, was die Natur uns in einem bestimmten Jahr geschenkt hat.

Und 2024 hat sie uns nach einem wirklich schwierigen Vorjahr wieder viel Freude gemacht.

Genussmomente – so lecker wie einfach

Zu diesem Vino d’Oro mögen wir besonders Gerichte, die seine Frische aufnehmen, ohne sie zu überdecken.

Ein schön gebratener Fisch mit etwas Zitrone und gutem Olivenöl passt wunderbar. Ebenso Meeresfrüchte, gegrillte Garnelen oder Pasta mit einer hellen, nicht zu schweren Sauce.

Besonders schön finden wir dazu Calamarata, eine typisch italienische Pasta, die sich hervorragend mit Fisch und Meeresfrüchten kombinieren lässt.

Ein passendes Rezept findet Ihr auch auf unserer Webseite:

www.lavillamergo.eu – unsere Rezepte

Und natürlich darf man ihn auch einfach so genießen. Gut gekühlt, mit etwas Brot, unserem Olivenöl und lieben Menschen am Tisch.

Manchmal braucht es wirklich nicht mehr.

Für Neugierige

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Vollhefe und Feinhefe?

Nach der Gärung setzen sich die Hefen und andere Trubstoffe langsam am Boden des Tanks ab.

Beim Vollhefelager bleibt der Wein zunächst mit diesen Gärungsrückständen in Kontakt. Während dieser Zeit können Bestandteile der Hefe zur Entwicklung von Struktur, Mundgefühl und Aromen beitragen.

Wird der Wein später von den gröberen Ablagerungen getrennt, kann er auf der feineren Hefe weiterreifen.

Diese zusätzliche Zeit kann ihm helfen, sich geschmacklich weiterzuentwickeln.

Für uns ist das eine wunderbare Möglichkeit, dem Wein mehr Zeit zu geben, anstatt seine Entwicklung durch viele technische Eingriffe zu beschleunigen.

Technische Daten

Merkmal

Vino d’Oro N.1 2024

Rebsorte

100 % Verdicchio

Jahrgang

2024

Anbau

Biologisch und biodynamisch, Demeter-zertifizierte Trauben

Lese

Mitte September 2024

Handlese

Gut 60 Stunden Lese und sorgfältige Selektion

Verarbeitung

Gerebelt, besonders sanfte Pressung

Maximaler Pressdruck

1,4 bar

Gärung

Geschmacksneutrale Biohefen

Ausbau

Edelstahltank

Hefelager

2 Jahre Vollhefe, anschließend Feinhefelager

Klärung

Zweimal natürliche Klärung

Filtration

Unfiltriert

Alkohol

12,5 % vol.

Restzucker

ca. 2 g/l

Geschmacksrichtung

Trocken

Schwefelung

Geringe Schwefelgabe vor der Abfüllung

Abfüllung

Geplant für Oktober 2026

Füllmenge

0,75 l

Allergenhinweis

Enthält Sulfite


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