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Das Samtetikett — wie es entstand

  • Autorenbild: Gudrun und Mathias Mayer
    Gudrun und Mathias Mayer
  • vor 3 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

Der erste Wein, dem wir einen eigenen Namen gaben, hieß Velluto.

Velluto. Auf Deutsch: Samt.

Ein Rotwein. Weich im Geschmack, dunkel in der Farbe, mit einer Struktur, die sich anfühlt wie — nun ja — Samt.

Und dann kam die Frage, die alles verändert hat.

Wenn der Wein Samt heißt — warum nicht tatsächlich Samt auf das Etikett kleben?

Gesagt, getan. Fast. Zuerst mussten wir herausfinden, wo man Samtblätter in genau den richtigen Farben bekommt. Weinrot für den Roten. Gold für den Weißen. Rosa für den Rosé. Orange für den Orangewein. Jede Farbe passend zur Seele des Weins — nicht irgendein Samt, sondern der richtige.

Dann: schneiden. Jedes Samtetikett wird von Hand zugeschnitten. Schaut mal genau hin, keines gleicht dem anderen. Und am Ende des Etikettiervorgangs, wenn die Flasche fast fertig ist, wird es von Hand aufgeklebt — das Letzte, was wir tun, bevor eine Flasche das Weingut verlässt.

Es ist das Erste, was man sieht.

Die Marke aus den Marken — die mit dem Samtetikett.

 
 
 

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